Stirling BHKW für Deponien

Stand der Deponiegasproduktion

Die wirtschaftliche Nutzung von Deponiegasen wird in Deutschland zunehmend erschwert. Infolge des Ablagerungsverbots unbehandelter Abfälle vom Juni 2005, sind bereits fast 70% des ursprünglichen Potentials umgesetzt. Bei vielen Deponien ist daher eine deutlich verringerte Stromproduktion aus Deponiegas festzustellen. Betreiber kleinerer Anlagen sahen sich sogar schon gezwungen die Verstromung gänzlich einzustellen.

Problematische Nachsorge

Oberflächengedichtete Deponien haben eine stark reduzierte, jedoch eine langanhaltende Gasproduktion. Der sehr lange Zeitraum für die Nachsorge mit dem Betrieb einer Fackelanlage führt zu entsprechend hohen Nebenkosten. Diese Restgasmengen sind oft zu hoch für eine passive Entsorgung und zu gering für eine alternative Nutzung mit der bisher verfügbaren Technik.

Zudem ist es für Deponien die stark mit Siloxanen kontaminiert sind, oder einen geringen Methangehalt aufweisen, problematisch das anfallende Deponiegas energetisch umzusetzen. Umgebaute Dieselmotoren oder Mikrogasturbinen neigen zu Schäden an Oberflächen (Kolben und Zylinder, bzw. Turbine). Dies führt zu hohen Instandhaltungskosten, kurzen Betriebszeiten und somit zu reduzierter Energieerzeugung.

Einsatz der Stirlingmotorentechnik

Bei einem Methangehalt von unter 42% sind die meisten BHKW mit Verbrennungsmotoren nicht betriebsfähig. Unser neuer Stirling-Motor ist dagegen sehr tolerant für Gasverunreinigungen und sichert eine kontinuierliche Energieerzeugung bis zu einem Methananteil von mindestens 20%. Dadurch ist eine zusätzliche Energiequelle für bis zu 20 Jahre erschließbar, wo das Deponiegas sonst nutzlos abgefackelt werden würde.

Die externe Verbrennung im FLOX-Brenner hat eine außergewöhnlich hohe Toleranz für niederkalorische Brennstoffe und geringe Anforderungen an die Gasreinigung. Unser Stirling-BHKW stellt eine profitable und umweltfreundliche Lösung für alle Deponien dar, die niederkalorische Gase produzieren und/oder mit hohen Siloxankonzentrationen zu kämpfen haben. In der Praxis kann dadurch der Zeitraum der Energieerzeugung von wenigen Jahren hin zu mehreren Dekaden verlängert werden.